Beschluss des SPD-Landesvorstands vom 19.1.2026:
Unsere Stadt hat in den letzten Jahren immer wieder gezeigt, dass die Berlinerinnen und Berliner Großveranstaltungen organisieren und ein internationales Publikum begeistern können. Wir wollen gemeinsam neue, visionäre Projekte anstoßen: Die EXPO 2035 ist eine solche Chance, Berlins Innovationsfähigkeit und Anziehungskraft unter Beweis zu stellen.
Berlin steht wie kaum eine andere Metropole für Wandel: von der geteilten Stadt zur europäischen Innovations- und Start-up-Hauptstadt. Eine Expo 2035 kann Berlin als internationale Ideenwerkstatt und gelebten Gestaltungsraum für klimaneutrale Stadtentwicklung, Mobilität, Energie und digitale Verwaltung positionieren – Themen, die weltweit hochrelevant sind und zu Berlins Profil passen.
Wichtig ist uns dabei: Die Expo 2035 muss sozial, ökologisch und demokratisch organisiert werden und gleichzeitig einen Mehrwert für eine nachhaltige Stadtentwicklung und modernisierte Infrastruktur haben. Sie muss Berlin auch einen Digitalisierungsschub geben – für die Bürgerinnen und Bürger, für die Beschäftigten in unseren Verwaltungen und für unsere Wirtschaft.
Für uns ist klar, dass Berlin sich für die EXPO 2035 bewerben muss, um seinen Anspruch als Weltstadt, die Menschen und Ideen aus der ganzen Welt verbindet, zu untermauern. Eine Weltstadt, die für Dialog, Freiheit und Vielfalt steht. Damit sendet Berlin ein wichtiges Signal in einer Zeit, die von globalen Umbrüchen, Spaltung und Nationalismen geprägt ist. Wir fordern den Senat auf, mit Brandenburg in den Austausch zu gehen, um die aus der Stadtgesellschaft gewachsene Expo-Initiative und den Bewerbungsantrag aus der Metropolregion zu unterstützen. Die Expo-Initiative steht dabei in keinem Widerspruch zu anderen Plänen des Senats für Großveranstaltungen – im Gegenteil sie kann sinnvolle Synergien für die laufende Olympia-Bewerbung des Senats und seine Pläne für die IBA Berlin bieten.
Richtig geplant, kann die Expo dauerhafte Mehrwerte schaffen – etwa durch neue Quartiere, bessere ÖPNV-Anbindungen und die Umnutzung von Expo-Flächen statt temporärer Prestigeprojekte. Genau das muss unser Anspruch sein.
Wir wissen, dass es in Berlin auch vielfach Skepsis gibt, ob die Stadt solche Großevents organisieren kann und sie dem Großteil der Bevölkerung zugutekommen können. Deshalb wollen wir effektive Strukturen für die Ausrichtung von Großevents schaffen und setzen auf Transparenz und die Beteiligung der Berliner*innen von Anfang an.
