SPD-Spitzenkandidatin Franziska Giffey im Spreepark in Berlin.

Spreepark: Aus dem Dornröschenschlaf geweckt

Die „#HerzenssacheBerlin-Tour“ führt SPD-Landeschefin Franziska Giffey quer durch Berlin. Nach der Firma Stadler in Pankow folgte der Spreepark im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick. Dieser erlebt seit geraumer Zeit eine Veränderung: Nach 25 Jahren dauerndem Dahinsiechen soll an diesem Ort wieder ein Ort für alle Berliner*innen entstehen.

Sie möchte gerne noch das Riesenrad sehen. Eigentlich müsste die Spitzenkandidatin der Berliner SPD, Franziska Giffey, bald zum zweiten Termin an diesem Tag aufbrechen. Doch im Spreepark im Bezirk Treptow-Köpenick gibt es viel zu sehen. Sie schaut hin, ist erstaunt, stellt Fragen, will alles wissen. Hingehen und zuhören sind zwei Teilstücke des Mottos ihrer „#HerzenssacheBerlin-Tour“. Diese führt sie März und April durch die Hauptstadt, um direkt – unter Einhaltung aller Corona-Hygiene-Maßnahmen – mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen.

In jedem der zwölf Bezirke möchte sie je zwei Termine absolvieren. Dabei orientiert sich die Tour an den 5 B’s für Berlin – den inhaltlichen Schwerpunkten der Hauptstadt-SPD: Bauen, Bildung, Beste Wirtschaft, Bürgernahe Verwaltung und Berlin in Sicherheit. „Anpacken“ ist das dritte Teilstück. Erst einen Tag zuvor war sie bei der Firma Stadler in Pankow. Irgendwann auf der Tour durch die Produktionshallen packt sie selbst mit an und schraubt in einem S-Bahn-Waggon den Türöffner an.

Im Spreepark nimmt sie sich die Zeit und – hört zu. „Von 2016 bis 2020 fand ein intensiver Bürgerdialog in mehreren Phasen statt“, erklärt Christoph Schmidt, Geschäftsführer der Grün Berlin GmbH. „Die Bürgerwünsche manifestierten sich in den drei Kernthemen des Parks: Kunst, Kultur und Natur.“ Ein großer Wunsch sei zudem die Erhaltung des für den Park charakteristischen Riesenrads und weiteren historischen Hinterlassenschaften, wie der Werkhalle, gewesen. „Wir bewahren, was vorhanden ist“, verspricht der Unternehmenschef.

Insgesamt solle die Sanierung und Weiterentwicklung des Spreeparks 67 bis 70 Millionen Euro kosten. Die Gelder kommen unter anderem vom Land Berlin und vom Bund. Dabei beträgt der Zuschuss rund sechs Millionen Euro: Der Bund fördert mit knapp drei Millionen die Sanierung des Riesenrads und mit weiteren drei Millionen die Erneuerung der Werkhalle zu einem neuen soziokulturellen Zentrum. „Der Spreepark wird endlich aus dem Dornröschenschlaf geweckt“, sagt Franziska Giffey.

Überglücklich über die Förderung ist auch Oliver Igel, SPD-Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick: „Es ist nicht nur Geld, sondern ein Symbol des Bundes. Es zeigt die besondere Bedeutung des Spreeparks.“ Das Ende der Führung markiert das in seine Einzelteile zerlegte Riesenrad. Franziska Giffey strahlt, das wollte sie noch sehen, bevor es weitergeht. „Gerade das Riesenrad ist für viele Berliner*innen im Osten der Stadt Teil ihrer Kindheitserinnerungen.

Es ist toll, dass es zurückkommt.“ Der Spreepark sei ein wunderbarer Teil Berlins und Anziehungspunkt für jede Generation. „Ihm wird endlich neues Leben eingehaucht.“

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Autor:in

Sebastian Thomas

Redakteur der BERLINER STIMME, des vorwärtsBERLIN und des Berliner Stadtblatts