Niemand ist vergessen

Zum heutigen Gedenken an die Opfer des rechtsterroristischen Anschlags von Oslo und Utøya am 22. Juli 2011 erklären

Michael Müller, Landesvorsitzender der SPD Berlin: „Die Anschläge des rechtsradikalen Norwegers 2011 zeigen, wohin Radikalisierung, Ausgrenzung und Hetze führen können. Aber allzu oft wird rechte Gewalt auch nach Halle, Hanau und Kassel immer noch verharmlost oder als verwirrte Einzeltat abgetan. Dabei inszenieren inzwischen sogar Akteure mit großer medialer Reichweite rechtes Gedankengut in aller Öffentlichkeit. Deutschland darf nicht weiter gespalten werden. Unser Land muss stattdessen Solidarität, Zusammenhalt und Widerstandskraft demonstrieren. Deshalb engagiert sich die SPD Berlin gegen jede Form von Rassismus, Diskriminierung oder Ausgrenzung, deshalb machen wir uns weiter gegen rechts und für die Demokratie stark.“

und

Sarah Marino, stellvertretende Landesvorsitzende der Jusos Berlin: „Rechter Terror betrifft nie Einzelne, sondern die gesamte Gesellschaft. Er ist ein Angriff auf die Demokratie, auf liberale Lebensweisen und soll Angst und Schrecken verbreiten. Dies, damit Betroffene, Angehörige sowie das Umfeld davon abgehalten werden, sich für eine freie, gerechte und solidarische Gesellschaft einzusetzen. Rechte Terrornetzwerke sind insbesondere auch bei uns in Deutschland aktiv und bestens vernetzt. Dass 75 Jahre nach der Niederlage des Nationalsozialismus in Deutschland immer noch und wieder Nazis morden, ist erschreckend. Rechtem Terror konsequent den Kampf anzusagen ist unser aller Pflicht. Das sind wir den Opfern schuldig.”

Am 22. Juli 2011 verloren in Oslo und auf der Insel Utøya 77 Menschen durch einen Rechtsterroristen ihr Leben, weil sie sich für eine gerechte, freie und offene Welt einsetzten. Die jüngsten waren gerade einmal 14 Jahre alt. Die SPD Berlin gedenkt heute gemeinsam mit den Jusos Berlin allen 77 Opfern. Dabei werden Portraitfotos aller Opfer aus- und zu jedem eine Rose niedergelegt. Niemand ist vergessen.

Terminhinweis:

Gedenkkundgebung für die Opfer des Massakers von Oslo und Utøya

22. Juli 2020, 17:00 Uhr an der norwegischen Botschaft, Rauchstr. 1, 10787 Berlin