Leerer Pariser Platz mit dem Brandenburger TorJorbi / Adobe Stock

Corona-Virus: Wir halten zusammen

Das Corona-Virus bedroht die Gesundheit von vielen Menschen in unserem Land. Deshalb sind umfangreiche Einschränkungen des sozialen, gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Leben erforderlich, um die Verbreitung des Virus zu bremsen. Dabei kommt es auf jede und jeden an: Wir müssen uns alle an die neuen Regeln unseres Zusammen­lebens halten. So können wir es zusammen schaffen, dass unser Gesundheits­system nicht überlastet wird und dass durch das Virus besonders gefährdete Menschen geschützt werden. Es geht um Solidarität, für einander da sein, konkret helfen in der Nachbarschaft oder Familie. Wir halten zusammen!

Wichtige Verhaltensregeln gegen Corona

Das Wichtigste ist jetzt, die Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus zu bremsen. Deshalb müssen wir uns alle an die grundlegenden Regeln halten:

  • Regelmäßig die Hände mit Seife waschen – für mindestens 20 Sekunden.
  • Abstand halten: Mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen Menschen halten, nicht die Hände schütteln.
  • In die Armbeuge husten, ins Taschentuch niesen.
  • Wenn möglich: Zu Hause bleiben – wer kann, sollte auch von zu Hause aus arbeiten.
  • Wer kann, sollte Bus und Bahn meiden.

Um diese Verhaltensregeln durch­zu­setzen, hat der Berliner Senat bis zum 5. April 2020 weitreichende Kontakt­­beschränkungen beschlossen. Außerdem wurde bis zum 19. April die Schließung u.a. von Kitas, Schulen, Hochschulen, Restaurants, Clubs, Bars, Kneipen, Theater, Kinos, Museen und Bibliotheken. Auch die meisten Geschäfte wurden geschlossen – ausgenommen ist nur die Grund­versorgung. Die Berliner SPD hat bereits frühzeitig alle Veranstaltungen und Sitzungen abgesagt. Das Partei­leben findet nun online und als Telefon- bzw. Video-Konferenzen statt.

Arbeitsplätze schützen!

Kleinunternehmer brauchen Unterstützung in der Corona-Krise

Die umfassenden Ein­schränkun­gen des öffentlichen Lebens haben gravierende Auswirkungen auf die Wirtschaft. Vor allem Kleinst­­unter­­nehmen und Solo-Selbstständige sind in besonderem Ausmaß betroffen, wenn Läden und gastronomische Einrichtungen geschlossen sein müssen. Aber auch kleine und mittlere Unter­nehmen kämpfen mit den Folgen der Corona-Krise. Deshalb hat der Berliner Senat bereits umfangreiche Soforthilfen beschlossen, um Unternehmen und die damit verbundenen Arbeitsplätze zu schützen. Die Berliner Schutzschirme ergänzen die Programme der Bundesregierung.

Helft einander!

Jede und jeder Einzelne von uns ist gefragt: Das Coronavirus ist vor allem für Menschen ab 60 Jahren, Vor­erkrankte und Menschen mit Behinderung eine Gefahr.  Lasst uns zusammen­halten und Solidarität zeigen, indem wir besonders ältere und hilfs­bedürftige Menschen unterstützen:

  1. Biete älteren und kranken Menschen an, ihnen bei Einkäufen und Erledigungen zu helfen.
  2. Mach einen Aushang im Hausflur oder wirf eine Nachricht in den Briefkasten. So fällt es leichter, Hilfe wirklich anzunehmen.
  3. Gründe Telegram– oder WhatsApp-Gruppen in der Nachbarschaft. So könnt ihr euch gegenseitig informieren und unterstützen.
  4. Keine Panikkäufe: Kauf nicht mehr, als du wirklich brauchst, damit alle ausreichend versorgt sind.

Hotline mit Informationen zum Corona-Virus

Falls Sie befürchten, sich an­ge­steckt zu haben, können Sie sich unter folgender Hotline beraten lassen: Telefon 030 / 90 28 28 28.

Telefonnummern von weiteren Beratungsstellen:
Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: 0800 / 0116 016
Kinder- und Jugendtelefon: 116 111
Elterntelefon: 0800 / 111 0550
Schwangere in Not: 0800 / 40 40 020
Depression-Hotline: 0800 / 33 44 533

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Ansprache von Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin

Die stillen Heldinnen und Helden dieser Tage sind diejenigen, die unermüdlich den Dienst an ihren Mitmenschen tun. Sie arbeiten in den Krankenhäusern, Arztpraxen, Laboren, bei der Polizei und Feuerwehr, sie versorgen uns mit Strom und Wasser, entsorgen weiter unseren Müll und halten den öffentlichen Nahverkehr und die wichtigsten Aufgaben unserer Verwaltung aufrecht. Sie füllen die Regale, sitzen an den Kassen der Supermärkte und versorgen uns mit Medikamenten. Sie arbeiten in den Sozialeinrichtungen, kümmern sich um die Kinder derjenigen, die an ihrem Arbeitsplatz unentbehrlich sind. All diesen Menschen möchten wir von ganzen Herzen danken!

Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin