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Standpunkt: Wissenschaft und Forschung bringen Berlin voran

Berlin ist Deutschlands größter und stärkster Wissenschaftsstandort: An den mehr als 40 Hochschulen und 70 Forschungseinrichtungen arbeiten und studieren über 250.000 Menschen. Die Berliner SPD sieht darin ein enormes Potenzial.

Wir arbeiten stetig daran, dass die öffentliche Hand dazu beiträgt dieses Potenzial in wirtschaftliche Entwicklung umzusetzen. Wissenschaft und Forschung bringen Berlin voran. Daher wollen wir in allen Bereichen den Wissens- und Technologietransfer fördern.

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Studium, Lehre und Forschung verbessern

Die SPD Berlin hat im Rahmen der erstmals fünf Jahre laufenden Hochschulverträge die Mittel für die Berliner Hochschulen und die Charité erhöht und verstetigt. Dafür waren Budgetsteigerungen von insgesamt 760 Millionen Euro notwendig. Für den Bereich Bau und Sanierung wurden zuvor zwei Milliarden Euro bereitgestellt. Die Investitionen sind bundesweit beispielhaft.

Dieser hohe finanzielle Aufwand verbessert Studium, Lehre und die Forschung. Gleichsam schafft die SPD Berlin zusätzliche Kapazitäten, wie unter anderem für den massiven Ausbau in der Lehrkräftebildung für die Schulen oder für neue Studiengänge in der Pflege.

Durch die neuen Hochschulverträge und zusätzliche Mittel haben die Berliner Hochschulen ebenso eine bessere Planungssicherheit. Zugleich haben wir Mindestquoten für unbefristete Stellen vereinbart, denn auch für Wissenschaft und Forschung gilt : Sachgrundlose Befristungen drängen wir konsequent zurück.

Mit der SPD wird es auch weiterhin keine Studiengebühren geben

Auch zukünftig werden an Berliner Hochschulen keine Studiengebühren erhoben. Weiterhin möchte die SPD Berlin das gleichzeitige Studieren an unterschiedlichen Hochschulen stärken. Ebenso sollte jeder Studierende die Möglichkeit erhalten das Studium auch in einer selbstbestimmten Geschwindigkeit zu absolvieren.

Für Berufe, die einen Masterabschluss zwingend voraussetzen, wollen wir für alle Studierende, die den Bachelor erlangt haben, einen Übergang in die Masterphase sicherstellen.

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Für eine familienfreundliche Hochschule

Darüber hinaus möchte die Berliner SPD eine familienfreundliche Hochschule. Das bedeutet zum einen die Kinderbetreuungsmöglichkeiten an Universitäten zu verbessern und zum anderen die Schaffung von Räumen für Stillende und Schwangere zu unterstützen.

Die SPD Berlin möchte außerdem eine diverse und diskriminierungsfreie Hochschule. Hierbei leisten bereits jetzt die Frauenbeauftragten eine hervorragende Arbeit. Diese wollen wir stärken und weitere Strukturen schaffen. Außerdem soll die Hälfte der Professuren und die Hälfte der Leitungsfunktionen mit Frauen besetzt werden.

Medizinische Spitzenforschung und Versorgung

Berlin soll einer der führenden Gesundheitsstandorte werden. Das geht nur durch eine bessere Verknüpfung zwischen medizinischer Spitzenforschung und Versorgung auf höchstem Niveau.

Dabei geht es im Wesentlichen um eine strukturierte Kooperation zwischen der Charité Universitätsmedizin und Vivantes. Dazu gehört auch der Aufbau eines Universitären Herzentrums, genauso wie eine Weiterentwicklung des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung.

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Ein exzellenter Wissenschaftsstandort

Was den Wissenschaftsstandort Berlin ausmacht, ist die große Vielfalt und die äußerst ausgeprägte Kultur der Kooperation, sowohl innerhalb der Stadt als auch mit internationalen Partnern. Ein Beispiel dafür ist die Bewerbung im Exzellenzwettbewerb von Bund und Länder.

Dahingehend erhielt der Wissenschaftsstandort Berlin am 19. Juli dieses Jahres eine erfreuliche Nachricht: Mit sieben bewilligten Anträgen und einem Fördervolumen von etwa 320 Millionen Euro sind die Berliner Universitäten die deutsche Nummer eins der Spitzenforschung im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes.

Ein Innovationsschmiede für die Stadt der Zukunft

Berlin gehört inzwischen mit über 100 Professuren und neuen Forschungszentren zu den Vorreitern in der Forschung zu Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz. Damit wir die dort erzielten Erkenntnisse nutzen können, haben wir das sogenannte CityLab eingerichtet. An diesem Ort kommen Forschung, Wirtschaft, Verwaltung und Stadtgesellschaft zusammen.

An den Hochschulen verfolgen wir eine Open-Access-Strategie, also den freien Zugang zu wissenschaftlicher Literatur im Internet. Wir möchten digitale Lehr- und Lernformate sowie offene Forschungsdaten etwa durch Regelungen in den Hochschulverträgen unterstützen.

Ebenso wollen wir Hochschulbibliotheken in ihrer Entwicklung als digitale Wissensspeicher durch Investitionen in Infrastruktur, Know-How und Ressourcen fördern.