FA II Europa – EU-Erweiterung auf dem Westbalkan: Auf ewig in der Warteschleife?

Datum
22.02.2022
Uhrzeit
19:30 - 21:30

Seit Jahren befinden sich die Westbalkanländer Montenegro, Serbien, Albanien, Nord­mazedonien, das Kosovo sowie Bosnien und Herzegowina in einer Art Dauerwarteschleife. Immer wieder wurden Verhandlungen zum EU-Beitritt in die Länge gezogen oder die Eröffnung von Beitrittsverhandlungen hinausgezögert. So etwa im Fall von Nordmazedonien, das bereits seit 2005 Beitrittskandidat ist und für eine mögliche EU-Mitgliedschaft eigens den Staatsnamen geändert hat. Aktuell wird die Aufnahme von Verhandlungen durch den EU-Mitgliedstaat Bulgarien blockiert, das darauf besteht, Mazedonisch als einen bulgarischen Dialekt einzustufen. Bei Serbien wiederum, mit dem die EU schon seit 2014 verhandelt, wurden seit zwei Jahren keine neuen Kapitel eröffnet. Die Sorge wächst, dass sich das Land immer weiter von demokratischen Grundwerten entfernt und von der EU abwendet. Und für das Kosovo sowie Bosnien und Herzegowina liegt allein ein Status als Beitrittskandidat in weiter Ferne.

Welche Perspektiven bietet Europa diesen Ländern überhaupt noch? Und welche geopolitischen Konsequenzen hätte eine mögliche Abkehr einzelner Westbalkanstaaten von der EU?

Diese und weitere Fragen wollen wir mit Ihnen/Euch und unseren Gästen diskutieren:

Marie Jelenka Kirchner

Associate Researcher am Institut für Demokratie – Societas Civilis. Zurzeit Promotion an der Uni Graz (Thema “Gendering EU Enlargement”), Mitglied der deutschen Sektion der Women’s International League of Peace and Freedom (Fokus: Feministische Außenpolitik).

Anes Hasanbegovic geboren und aufgewachsen in Sarajewo, seit 2015 in München; Mitglied des Europäischen Jugendparlaments; Vorsitzender des AK Europa der Jusos München.

Weitere Informationen und Einwahldaten können unter Zielgruppen.Berlin@spd.de erfragt werden.

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