Innovationsforum KlimaschutzTobias von dem Berge

Innovationsforum: Klimaschutz nur mit sozialer Gerechtigkeit

Beim Schutz des Klimas müssen alle mitmachen, denn wenn wir es heute nicht schaffen, den menschengemachten Klimawandel zu begrenzen, werden wir morgen dessen Folgen nicht mehr beherrschen. Die Leidtragenden sind zuerst die sozial Schwachen, die global von Dürre, Hitze und Überflutungen sowie lokal in unseren Städten von Hitzewellen und schwindender Lebensqualität betroffen sind. Deshalb ist ganz im Geiste von Willy Brandt ein aktiver Klima- und Umweltschutz ein entscheidender Beitrag zur sozialen Gerechtigkeit und Solidarität und damit ein Kernstück sozialdemokratischer Politik. Wir greifen bewusst den Leitgedanken des SPD-Präsidiumsbeschlusses „Impulse für mehr Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und eine zukunftsfähige Wirtschaft“ vom letzten Sommer auf und wollen diesen als Berliner SPD konkretisieren sowie durch praktische Beispiele mit Leben füllen.

Klimaschutz nur mit sozialer Gerechtigkeit

Am 25. Februar fand unser Innovationsforum mit 280 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie einer großen Expertinnen- und Expertenrunde statt. Unabhängig von den betrachten Bereichen war einstimmiges Credo, dass Klimaschutz nur dann erfolgreich sein wird, wenn er mit der sozialen Frage Hand in Hand geht. Das gilt nicht nur für die nationale Ebene –auch auf internationaler Ebene muss es gelingen, Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit, Solidarität und Innovationen zusammenzubringen.

Michael Müller, SPD-Landesvorsitzender und Regierender Bürgermeister von Berlin, ging vorrangig auf Anreize für eine umweltfreundliche Mobilität in Berlin wie ein attraktiver ÖPNV und ausreichende Ladeinfrastruktur für Elektromobilität ein.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze betonte die Chancen, die sich durch Klimaneutralität bieten: Chancen für mehr Lebensqualität, für neue Ideen in allen Lebensbereichen, für ein neues Miteinander in der Gesellschaft.

Prof. Dr. Ottmar Edenhofer, Direktor am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, lenkte den Blick auf die EU und die internationale Perspektive. Er bewertete das Instrument der CO2-Bepreisung und betonte die Bedeutung eines Kohleausstieg Asiens noch in dieser Dekade.

Lebendige Diskussionen in den Fachpanels

Die Themen der fünf Fachpanels zeigen, dass ein sozial gerechter und solidarischer Klimaschutz uns alle angeht: von der Gestaltung der Stadt als Raum zum Leben, Wohnen und Arbeiten, als Mieterstadt, als Stadt der Arbeitenden, der kleinen und mittleren Unternehmen und als Stadt des Tourismus. Wir als Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten setzen dabei auf die konkreten Maßnahmen und praktikablen Lösungen, die Berlin erfolgreich zu einer klimaneutralen Stadt werden lassen.

Die offenen, konstruktiv kritischen und lebendigen Diskussionen in den fünf Panels trugen besonders zum Gelingen dieser sehr erfolgreichen Veranstaltung teil. Zum Abschluss eines jeden Panels stimmten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer darüber ab, welche Maßnahmen jetzt aus ihrer Sicht wesentlich sind.

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