Zum Equal Pay Day am 6. März und zum Internationalen Frauentag am 8. März erklären Vertreter*innen der SPD Berlin:
Bettina König, designierte Landesvorsitzende und stellvertretende Fraktionsvorsitzende: „Der Internationale Frauentag ist ein lautes Ausrufezeichen und Mahnung, dass Gleichstellung noch immer nicht erreicht ist – auch nicht in Berlin. Frauen halten unsere Stadt jeden Tag am Laufen, in Familien, im Beruf, in der Pflege, in der Verwaltung, in der Wirtschaft und Wissenschaft und in der Politik. Trotzdem verdienen sie noch immer weniger, sind in Führungspositionen unterrepräsentiert und tragen den größten Teil der Care-Arbeit. Gleichstellung ist eine Frage von Gerechtigkeit, Respekt und Macht. Es reicht nicht, einmal im Jahr Blumen zu verteilen, liebe Männer – wir brauchen echte Veränderungen: gleiche Bezahlung, gleiche Chancen und eine faire Verteilung von Verantwortung. Eine Stadt der Zukunft wie Berlin kann es sich nicht leisten, auf die Perspektiven und Potenziale von Frauen zu verzichten. Deshalb gilt: Gleichstellung ist ein politischer Auftrag und die Grundbedingung dafür, dass sich unsere Stadt gut entwickelt.“
Steffen Krach, Spitzenkandidat und designierter Landesvorsitzender: „Berlin muss Vorreiterin für echte Gleichberechtigung sein – und das spürbar im Alltag der Menschen. Deshalb rufe ich die Unternehmen in Berlin auf: Sagt klar und deutlich: Wir bezahlen Frauen und Männer gleich. Gerade wir Männer sind in der Verantwortung, für Frauenrechte einzustehen. Frauenrechte müssen sich in gleicher Bezahlung, sicheren Arbeitsplätzen, echter Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Karrierewegen ohne gläserne Decken und einem Leben frei von Gewalt zeigen. Gleichberechtigung ist kein Selbstzweck, sie macht unser Zusammenleben besser. Berlin ist eine Stadt der Frauen – nicht nur am 8. März, sondern an jedem Tag des Jahres. Dafür stehen wir als SPD mit Mut, Geschlossenheit und dem klaren Anspruch, unsere Stadt gerechter zu machen.“
Cansel Kiziltepe, Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung: „Politische Rechte waren nie selbstverständlich. Das gilt insbesondere für Frauenrechte. Sie müssen immer wieder verteidigt und weiter erkämpft werden. Der Abbau struktureller Hürden in Parlamenten. Parität in Parlamenten ist verfassungsrechtlich möglich! Unsere Demokratie braucht alle – auch Frauen, die repräsentativ und gleichberechtigt mitentscheiden! Die Strukturen dafür zu schaffen, ist eine politische Aufgabe.“
Marie Scharfenberg, Landesvorsitzende der SPD Frauen Berlin: „Gleichstellung ist kein Symbolthema, sondern eine Frage von Gerechtigkeit – im Job, in der Familie und in der Politik. Frauen verdienen noch immer weniger, leisten deutlich mehr Sorgearbeit, sind in Parlamenten unterrepräsentiert, erfahren tagtäglich Gewalt und werden Opfer von Femiziden. Für uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten bleibt klar: Wir kämpfen weiter für echte Gleichstellung.“
