Steffen Krach, Spitzenkandidat und Landesvorsitzender der Berliner SPD, will ehrenamtliches Engagement in Berlin weiter stärken und hat dafür einen Fünf-Punkte-Plan vorgestellt.
Steffen Krach: „Ehrenamtliches Engagement gibt unserer Gesellschaft Halt und ist das beste Mittel gegen die Kräfte, die unsere Stadt spalten wollen. Deswegen werde ich das Ehrenamt weiter stärken und es im Roten Rathaus zur Chefsache machen. Die Menschen engagieren sich nicht deshalb, weil sie dafür etwas kriegen wollen. Aber ich finde, wer sich für Berlin ehrenamtlich einbringt, soll freie Fahrt durch unsere Stadt bekommen. Ich werde die Ehrenamtskarte vereinfachen und sie mit einem kostenlosen Deutschlandticket verbinden. Das ist ein klares und sehr konkretes Zeichen der Wertschätzung für Berlinerinnen und Berliner, die sich Tag für Tag für andere ehrenamtlich einsetzen und unsere Stadt zusammenhalten.“
Fünf Punkte zur Stärkung des Ehrenamts:
Erstens wollen wir Ehrenamt spürbar honorieren – Besitzer*innen der Ehrenamtskarte sollen das Deutschlandticket kostenfrei erhalten. Anerkennung muss auch konkret im Alltag ankommen: Kostenfreie Mobilität ist ein starkes Zeichen des Respekts gegenüber denjenigen, die ihre Zeit für andere einsetzen. Ehrenamtliche werden entlastet und ihre wichtige Arbeit erleichtert – gleichzeitig sparen wir so bürokratischen Aufwand, der in der aktuellen Prüfung und Vergabe von einzelnen BVG-Tickets entsteht.
Zweitens wollen wir die Hürden senken. Künftig soll die Ehrenamtskarte bereits ab 150 Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit beantragt werden können – statt wie bisher erst ab 200 Stunden. Viele Menschen engagieren sich regelmäßig, erreichen aber wegen Beruf, Studium oder familiärer Verpflichtungen die bisherige Grenze nicht. Zudem sollen dafür verschiedene Arten und Orte des Engagements zur Erreichung der 150 Stunden zusammengerechnet werden können, denn viele Menschen engagieren sich in unterschiedlichen Initiativen, Projekten oder Organisationen.
Drittens wollen wir auch die öffentliche Ehrung für langjähriges ehrenamtliches Engagement früher ermöglichen. Die Berliner Ehrennadel soll künftig bereits nach fünf Jahren verliehen werden können. Wer sich über Jahre hinweg verlässlich für andere einsetzt, verdient Anerkennung nicht erst nach jahrzehntelangem Engagement. Eine frühere Auszeichnung ist ein wichtiges Zeichen des Dankes und der Wertschätzung.
Viertens etablieren wir einen regelmäßigen stadtweiten „Berlin Day“, um das ehrenamtliche Engagement in unseren Kiezen gezielt zu fördern. Wenn Nachbarschaften zusammenkommen, um sich vor Ort für die Belange ihres Kiezes und seiner Bewohner*innen zu engagieren, verdient das konkrete Unterstützung, etwa durch Sachmittel für Spielplatzpatenschaften, Begrünungs- oder Sauberkeitsaktionen. Zudem werden wir Freiwilligenagenturen und ihre Angebote, z.B. das Ehrenamtsmatching in den Bezirken, weiter stärken.
Fünftens werden wir dem Ehrenamt noch mehr Anerkennung und Sichtbarkeit geben. Auf dem Berliner Hoffest im Roten Rathaus werden wir das Ehrenamt noch stärker ins Zentrum rücken. Dabei sollen Ehrenamtliche und Initiativen aus allen Berliner Bezirken für ihren Einsatz geehrt werden.
