Schutz- und Präventions­maßnahmen ausreichend ausstatten

Anlässlich des „Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen“ erklären:

Franziska Giffey, Landesvorsitzende der SPD Berlin: „Gewalt gegen Frauen zieht sich durch alle gesellschaftlichen Schichten. Die Anzahl der Gewalttaten steigt in Deutschland seit Jahren und die sich wieder massiv zuspitzende Corona-Pandemie könnte erneut zu Verschärfungen der Situation führen. Betroffene brauchen einen adäquaten sicheren Ort in Frauenhäusern oder in Zufluchtswohnungen, damit ihr Schutz gewährleistet ist. Berlin erfüllt die Mindestanforderung der Istanbul-Konvention des Europarates bereits heute, aber wir wollen die Anzahl der Gewaltschutzambulanzen und Frauenhäuser in Berlin weiter erhöhen. Mir ist wichtig, dass alle Frauen in Berlin gut versorgt werden können. Dies betrifft nicht nur Räumlichkeiten, sondern auch die Betreuung durch geschultes Personal, Hilfe und Beratung. Aber genauso wichtig ist auch die konsequente Strafverfolgung und Täterarbeit.“

Susanne Fischer, Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) Berlin: „Immer noch werden zu viele Frauen von Gewalt bedroht – zu Hause, auf der Arbeit, in Schule oder Studium. Es liegt an uns, die Opfer zu schützen und alles in unserer Macht stehende zu tun, Gewalt gegen Frauen zu verhindern. Ein wichtiger Schritt dazu kann die konsequente Umsetzung der Istanbul Konvention in unserer Stadt sein. Schutz- und Präventionsmaßnahmen müssen dabei weiterhin mit ausreichend Personal- und Finanzmitteln so ausgestattet sein.“

Jede dritte Frau in Deutschland ist mindestens einmal in ihrem Leben von physischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen. Etwa jede vierte Frau wird mindestens einmal Opfer körperlicher oder sexueller Gewalt durch ihren aktuellen oder früheren Partner. Die SPD Berlin setzt daher auch dieses Jahr wieder ein Zeichen und zeigt Flagge. Franziska Giffey und Susanne Fischer haben am Kurt-Schumacher-Haus eine Fahne als Zeichen der Solidarität mit betroffenen Frauen* gehisst.

Der Berliner Landesverband der SPD setzt sich auch weiterhin intensiv dafür ein, Hilfsstrukturen auszubauen, um Frauen* Unterstützung zu geben sowie den öffentlichen Raum für alle Menschen lebenswert und sicher zu gestalten, so dass Frauen* keine Sorgen vor Gewalt haben müssen, wenn sie sich in der Stadt bewegen.

Hilfetelefone

Wenn Sie Gewalt erlebt haben oder Hilfe brauchen, wenden Sie sich bitte an diese Nummern:

Kostenloses Hilfetelefon “Gewalt gegen Frauen”: 08000 – 116 016

Berliner Initiative gegen Gewalt an Frauen (BIG) e.V. : 030 – 611 0300

Lara – Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt an Frauen*: 030 – 216 88 88