Die SPD Berlin unterstützt eine Bewerbung Berlins für die EXPO 2035. Das hat der Landesvorstand in seiner Sitzung am Montagabend, den 19. Januar, beschlossen. Der Berliner Senat wird aufgefordert, die aus der Stadtgesellschaft gewachsene Expo-Initiative zu unterstützen und mit dem Land Brandenburg in den Austausch zu gehen, um einen Bewerbungsantrag aus der Metropolregion zu ermöglichen.
Mit dem Beschluss bekräftigt die SPD Berlin ihren Anspruch, Berlin als soziale, ökologische und innovative Weltstadt weiterzuentwickeln. Die EXPO 2035 bietet die Möglichkeit, Berlin als internationale Ideenwerkstatt für eine klimaneutrale Stadtentwicklung, moderne Mobilität, nachhaltige Energieversorgung und digitale Verwaltung zu profilieren.
In ihrem Beschluss erklärt die SPD Berlin, dass eine Bewerbung für die EXPO 2035 keinen Widerspruch zu anderen geplanten Großprojekten des Berliner Senats darstellt, sondern im Gegenteil sinnvolle Synergien ermöglichen kann – etwa mit der laufenden Olympia-Bewerbung oder der Internationalen Bauausstellung (IBA).
Bettina König, designierte Landesvorsitzende und stellvertretende Fraktionsvorsitzendeerklärt: „Gerade in Zeiten globaler Krisen braucht es Orte des Dialogs, der Zusammenarbeit und der Zuversicht. Die EXPO 2035 kann ein solcher Ort sein und beispielhaft für Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung und demokratische Beteiligung stehen. Unser Anspruch ist klar: Es geht nicht um kurzzeitige Prestigeprojekte, sondern um langfristige Mehrwerte für die Menschen in unserer Stadt.“
Steffen Krach, designierter Landesvorsitzender und SPD-Spitzenkandidat betont: „Die EXPO 2035 ist eine große Chance für die Entwicklung der gesamten Metropolregion Berlin Brandenburg. Gemeinsam mit der Weltgemeinschaft können wir hier eine mutige Zukunftsvision präsentieren und selbst davon langfristig profitieren – durch zusätzliche Investitionen in die Infrastruktur, durch neue Wohnquartiere und neue Impulse für die Wirtschaft und durch einen Modernisierungsschub in der gesamten Stadt. Mir ist wichtig, dass von dieser Entwicklung auch die Olympia-Bewerbung Berlins gewinnt.“
Zugleich nimmt die SPD Berlin bestehende Skepsis in der Stadt ernst. Gerade deshalb setzt der Beschluss auf Transparenz, klare Strukturen und die frühzeitige Beteiligung der Berlinerinnen und Berliner. So kann sichergestellt werden, dass eine Weltausstellung breite Akzeptanz findet und langfristig dem Gemeinwohl dient.
