Sich haltende HändeAdobe Stock/Gautier Willaume

Berliner Stimme 5|2019: SPD-Arbeitskreis für HumanistInnen und Konfessionsfreie

Wie kann die SPD gezielt Menschen ansprechen, die ihr Leben ohne religiöse Bezüge gestalten und sich in der Sozialdemokratie untereinander austauschen und vernetzen wollen?

Die SPD ist eine weltanschaulich pluralistische Partei und die sozialdemokratische Werteorientierung schöpft – gewiss nicht zuletzt – auch aus dem weltlichen Humanismus. Die Demokratie ist zu wesentlichen Teilen eine über Jahrhunderte müh- sam erworbene Errungenschaft weltlich humanistischen Denkens, ebenso gilt dies für zentrale sozial- demokratische Werte und Prinzipien wie die Gleichberechtigung der Geschlechter, Gewissensfreiheit, Selbstbestimmung und Toleranz.

Mehr als 25 Millionen Menschen in Deutschland leben heute konfessionsfrei, in Berlin beträgt der Anteil der Konfessionsfreien mittlerweile über zwei Drittel der Bevölkerung.

Vor diesem Hintergrund hat unser Berliner Landesparteitag im März 2019 den Beschluss gefasst, die Gründung eines Arbeitskreises für Konfessionsfreie und HumanistInnen zu fordern.

Der Antrag wurde an den Landesvorstand überwiesen, der am 13. Mai 2019 einen Beschluss an den Vorstand der Bundespartei gefasst hat.

Ein solcher Arbeitskreis soll Brücken bauen zwischen den Anliegen und Zielen der deutschen Sozialdemokratie und den Bürgerinnen und Bürgern mit humanistischem und alevitischem Bekenntnis sowie denjenigen ohne ein formalisiertes Bekenntnis zu einer anerkannten weltanschaulichen Traditionslinie.

Im Einzelnen könnte der Arbeitskreis die folgenden Aufgaben übernehmen:

 ►   mit den entsprechenden Organisationen und Vereinigungen wie z. B. dem Humanistischen Verband in einen Dialog treten,

 ►   Kontakte mit weiteren zivilgesellschaftlichen Akteuren pflegen, Brücken in die Gesellschaft bauen und diejenigen besonders ansprechen, die ihr Leben ohne religiöse Bezüge gestalten und  in der Sozialdemokratie die entsprechende Ansprechpartnerin suchen,

 ►   eine Plattform für diejenigen bieten,  die ihr sozialdemokratisches Engagement aus einem weltlich-humanistischen Weltverständnis heraus begründen und dies mit Gleichgesinnten in der SPD diskutieren wollen. 

Erste Gespräche mit dem Willy-Brandt-Haus sind für Oktober terminiert. Bereits vorher wollen wir mit Interessierten einen Runden Tisch Humanistinnen und Humanisten sowie Konfessionsfreie in der Berliner SPD einberufen, der  die spätere Gründung eines formalen Arbeitszusammenhangs vorbereitet und begleitet. Hierzu werden wir nach der Sommerpause einladen und freuen uns über jede interessierte Genossin und jeden interessierten Genossen.

Bitte meldet Euch bei Interesse per E-Mail, dann halten wir Euch auf dem Laufenden:  Mark Rackles (spd[at]rackles.de) Bruno Osuch (b.osuch[at]hvd-bb.de)

Autoreninfo

Mark Rackles

Beisitzer

Beisitzer im Landesvorstand der Berliner SPD

Mark Rackles
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Bruno Osuch

Lehrer und früherer Präsident des Humanistischen Verbandes Berlin-Brandenburg

Bruno Osuch